Üblicherweise wird über Arthrose und Arthritis gesprochen, als handle es sich um ein und dieselbe Erkrankung. Das ist ein großer Fehler! Der Unterschied besteht darin, dass die Arthritis die Folge einer Entzündung ist und die Arthrose eine degenerative Komponente hat, die auf den Verschleiß der Knorpelmasse in den Gelenken zurückgeht, die die Knochen davor schützt, gegeneinander zu reiben.

Auch wenn beide Erkrankungen die Gelenke beeinträchtigen und viel Schmerz verursachen, in fortgeschrittenem Stadium sogar zu Unbeweglichkeit führen, handelt es sich doch um zwei verschiedene Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen und verschiedenen Behandlungsansätzen.

Bei der Arthritis entzündet sich eine der Membranen, die das Gelenk umhüllt, was die ersten Beschwerden auslöst. Danach kommt es zu einem anormalen Wachstum der Fasern dieser Membran, die schließlich Knochen und Knorpel angreift und Verletzungen und Schmerz hervorruft. Bei der Arthrose hingegen reiben die Knochen gegeneinander, das Gelenk kann nur schwer gebeugt werden und es kommt zu Knochendeformationen, die die Beweglichkeit des Gelenks weiter einschränken und Schmerzen verursachen.

In der nachstehenden Tabelle finden Sie die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten für beide Erkrankungen:

ARTHRITIS ARTHROSE
URSACHEN Sie sind nicht genau bekannt, allerdings weiß man, dass sie bei Frauen häufiger auftritt als bei Männern. Mögliche Auslösefaktoren:

  • Eine von Pilzen, Viren oder Bakterien ausgelöste Infektion, die sich später auf ein Gelenk auswirkt und Fieber, Schmerzen und eine Entzündung auslöst.
  • Übergewicht.
  • Immunschwäche.
  • Altersbedingter Verschleiß: Das Knorpelgewebe altert und erfüllt seine Aufgaben nicht mehr korrekt.
  • Fehler in einem Gen, das für die Bildung von Kollagen – Grundbestandteil des Knorpels – zuständig ist Vererblich.
  • Vorangegangene Gelenkverletzungen.
  • Übergewicht: Die Überlastung von Knien und Hüfte durch Übergewicht erhöht das Risiko des Auftretens einer Arthrose.
SYMPTOME Sie beginnt in den kleinen Gelenken der Finger, Hände und Handgelenke. Diese lassen sich immer schwerer bewegen, röten und entzünden sich. Typisch ist Gelenksteifheit beim Aufstehen aus dem Bett oder nach einer längeren Ruhepause. Hände, Wirbelsäule, Hüfte, Knie und Füße sind die am häufigsten betroffenen Stellen. Das Gelenk wird deformiert und die Bewegungen werden von einem knirschenden Geräusch begleitet, was die Schmerzen verschlimmert. Die abnehmende Beweglichkeit kann zur Muskelatrophie (Abnahme der Muskelmasse) führen.
BEHANDLUNGEN Weder die Arthritis noch die Arthrose sind heilbar. Es stehen nur palliative Behandlungen zur Schmerzlinderung und Erhöhung der Lebensqualität zur Verfügung. Diese können auf Arzneimitteln, chirurgischen Eingriffen oder palliativen Übungen und einer besonderen Ernährung, die die Beschwerden lindert und den Krankheitsverlauf verlangsamt, beruhen.

Personen mit einer entzündlichen Arthritis können die Gelenkschmerzen mit Massagecremes, die Arnika und Teufelskralle beinhalten, lindern. Diese natürlichen Wirkstoffe haben entzündungshemmende Eigenschaften, die, wenn sie in die betroffene Stelle eindringen, den Schmerz lindern.